Sorry, no translation yet. I don't know how to say a lot of this in English. Odd that I can b.s. better in German than I can in English. As I sent it off for correction, it occurred to me: dang, this is so full of irrelevant balogna, I'd be a decent lawyer!
Top-Martyr
Pipapostr. 123
54321 Bad Haartag
Tennis Pro Bono
Hauptstr. 789
54333 Zulassungsegal
Hauptstr. 789
54333 Zulassungsegal
14. September 2007
Sehr geehrter Herr Pro Bono,
Ihre Nachricht vom 12. September 2007
hiermit bestätige ich den Erhalt Ihrer Nachricht auf meinem Anrufbeantworter vom
12. September 2007.
Ihr Anruf vom 08. September 2007
In Ihrem Anruf vom 08. September 2007 haben Sie sich sehr ablehnend zu meinem Angebot einer außergerichtlichen Mediation geäußert. Sie mögen Gründe haben, Ihre Mandantin von einer Mediation abzuraten und ihr zu einem Rechtsstreit zu raten. Ihr Argumentation habe ich so verstanden:
Eine Regelung von alltäglichen Situationen durch Mediation ist lächerlich. Ergo, ein Rechtsstreit muss sein.
Auch den Zusammenhang zwischen der relevanten Sachlage und Ihre abfällige Bewertung des US-amerikanischen Gerichtssystems habe ich nicht verstanden.
Kopie der Bevollmächtigung erhalten
Am 09. September 2007 hat Ihre Mandantin, Frau Top-Model, mir eine Kopie Ihrer Bevollmächtigung übergeben. Eigentlich hätte ich eine saubere Kopie, womöglich sogar mit einem korrekten Anschreiben von Ihnen, erwartet. Natürlich ist aber auch die von Ihnen gewählte Lösung ausreichend.
Beim Überreichen der Kopie hatte Ihre Mandantin wieder den Hausmeister als Zeuge im Raum. Als Laie kann ich mir nicht vorstellen, in welchem Kontext eine Beklagte (in spe) Vorteil daraus ziehen könnte, den Empfang einer Kopie einer Bevollmächtigung, worum sie selber höflich gebeten hat, abzustreiten.
Gütliche Vereinbarung
Nach wie vor bin ich sehr motiviert, eine konstruktive Lösung für alle Beteiligten zu erarbeiten.
Ihrer Mandantin, Frau Top-Model, könnte ich beispielsweise eine Aufhebungsvereinbarung zum
31. Dezember 2007
zu folgenden Bedingungen anbieten:
I. Ihre Mandantin, Frau Top-Model, würde sich verpflichten, mit ihrem Vermieter offene haustechnische Fragen umgehend zu klären und die Ergebnisse bei dem Hausmeisterehepaar konsequent durchzusetzen, wie zum Beispiel:
A. Hausordnung und Definition Hausmeistertätigkeit
1. Sicherheitsmassnahmen - z.B. Räumung der Treppe
2. Sauberkeit - z.B. Treppenhaus und Foyer sauber halten. Zwischen den Jahren lagen über eine Woche lang grüne Glasscherben im Foyer
3. Reparaturen - z.B. ein Fenster im Treppenhaus, das schon im Winter zerbrochen wurde, noch nicht ersetzt. Für ein schönes Haus ist das sehr schade
4. Parkplatzregelung
5. u.s.w.
B. Gefährdung der Sicherheit durch die Hausmeisterfamilie
1. die Hausmeisterfamilie lässt die Gartentür immer wieder auf, zum Beispiel wenn sie Besuch erwartet und vermutet, sie wird sich selber zur Verabredung verspäten. Wenn die Gäste eine unverschlossene Gartentür vorfinden, können sie bislang im Garten verweilen, bis die Hausmeisterfamilie sich zu ihrem eigenen Termin bequemt. Letzten Sommer, als ich die Hausmeisterehefrau höflich darauf angesprochen habe, war sie sofort eingeschnappt. Für mögliche Lösungen war sie keineswegs aufgeschossen. Die Gartentür blieb weiterhin, manchmal tagelang, unverschlossen.
2. das Kind des Hausmeisters amüsiert sich gelegentlich, in dem es Stöcke vom Vordergarten auf geparkte sowie auf vorbeifahrende Autos wirft.
3. u.s.w.
C. Rücksichtsnahme durch das Hausmeisterehepaar wieder herstellen
1. Ruhezeit. Im Sommer unterhält sich das Hausmeisterehepaar draußen oft bis spät in die Nacht mit Gästen. Bei der Lautstärke wird auf Mitbewohner, die früh aufzustehen haben, keine Rücksicht genommen.
2. Gäste. Eine Besucherin der Hausmeisterfamilie hat zum Beispiel die Angewohnheit, auf dem Gehweg vor dem Eingang zu parken und damit beide Stellplätze zu blockieren. Somit konnten Mitbewohner, die in der Zeit nach Hause kamen, ihr Fahrzeug nicht einmal kurz abstellen, um einen Kasten Sprudel abzuladen oder um schweres Gepäck einzuladen. Als ich die Hausmeisterehefrau darum gebeten habe, ihre Gäste darum zu bitten, ein paar Meter weiter hinten auf dem Gehweg zu parken, hatte sie kein Verständnis dafür, dass für Mitbewohner, die unter Zeitdruck sind und oder Rückenbeschwerden haben, ein sehr großer Nachteil entsteht.
3. Parkplatzregelung. Zum Beispiel, das Hausmeisterehepaar scheint sich das Recht zu nehmen, nach Gutdünken über die Vergabe der Parkplätze zu entscheiden. Das hat zur Folge, dass ihr eigenes Fahrzeug jetzt stets auf dem hauseigenen Parkplatz abgestellt wird. Bislang hatten alle Mitbewohner und deren Besucher sehr darauf geachtet, die Parkplätze nicht über Gebühr zu beanspruchen. Dass Ihre Mandantin es zulässt, dass das Hausmeisterehepaar das Parkrecht auch gegenüber dem Sohn des Eigentümers massiv durchsetzt, befremdet. Neulich hat ein Besucher, der diese Entwicklung nicht kannte, auf dem verbliebenen Platz über Nacht geparkt. Der Sohn des Eigentümers, der zur Zeit krank ist, kam kurz danach nach Hause und hatte er keine Möglichkeit, auf seinem eigenen Stellplatz zu parken und musste einen Parkplatz weiter entfernt aufsuchen. Als er dies bei dem Hausmeister sehr diplomatisch und feinfühlig erwähnte, hat der Hausmeister brüskierend darauf reagiert. Dass das Hausmeisterehepaar ihre Meinung über den Sohn des Eigentümers nicht mehr "nur" hinter vorgehaltener Hand äußert, sondern jetzt ihm gegenüber offen und direkt respektlos geworden sind, macht mir Angst vor einer möglichen Eskalation und verdirbt den ohnehin schon schlechten Umgangston im Haus.
D. Unerwünschtes Duzen der Unterzeichnerin durch die Hausmeisterfamilie unterbinden
Als Ausländerin verstehe ich, wie vielfältig und manchmal undurchsichtig einige Facetten eines Integrationsprozess sein können. Die Fragestellung formelle - informelle Anrede findet sich aber in vielen Sprachen. In der deutschen Sprache ist das Siezen sehr leicht zu beherrschen; in der deutschen Kultur gibt es klare Regeln für die Anwendung der jeweiligen Formen. Weil das Hausmeisterehepaar nicht nur schon sehr lang in Deutschland lebt, sondern sich auch für besonders gebildet hält, hat es mich sehr überrascht, das Duzen sofort bei meinem Einzug aufgezwungen bekommen zu haben. Auch bei einer Einladung, zu der das Ehepaar lediglich aus Höflichkeit zu einem Glas Sekt eingeladen wurde, hat es sich nicht nur gemütlich gemacht und das Gespräch dominiert, sondern hat auch das Du in der Runde forciert. Zum Glück ist es mir gelungen, nach der Feier das Siezen meiner Gäste wieder herzustellen.
Wer die hiesige sprachliche sowie kulturelle Ordnung versteht, und dennoch ihren Mitmenschen das ungewollte Duzen zumutet, legt eindeutig mangelnden Respekt sowie fehlendes Gespür für gesunde Distanzen an den Tag. Ich rege an, dass Ihre Mandantin ihre Pflicht und Verantwortung als Untervermieterin wahrnimmt, indem sie weitere Verletzungen der Persönlichkeitsrechte ihrer Untermieterinnen durch das Hausmeisterehepaar unterbindet.
II. Ihre Mandantin, Frau Top-Model, würde sich darüber hinaus verpflichten,
A. Aktiv und wohlwollend an einer Mediation der Stadt Bad Haartag teil zu nehmen
Eine Mediation wäre für Ihre Mandantin eine wertvolle Chance, die notwendige Fähigkeiten zu entwickeln, um (auch) haustechnische Fragestellungen lösungsorientiert anzugehen. Die Rahmen einer Mediation würde Ihre Mandantin Unterstützung und Struktur bieten, um klärungsbedürftige Punkte sachlich durch zu sprechen und somit ihre Ängste vor konstruktiven Konflikt ein Stuck weit zu überwinden. Zumindest bei dem Hauseigentümer wird sie ein offenes Ohr finden: unter haftungsrechtlichen Gesichtspunkten ist es für den Hauseigentümer sehr risikoreich, wenn keine klaren Absprachen hinsichtlich der Verantwortungsbereiche im Haus bestehen. In der Regel gehen Hauseigentümer davon aus, dass ihre Mieter von sich aus Unannehmlichkeiten melden. Weil Ihre Mandantin dies nicht macht, kommt sie ihren moralischen Pflichten ihrem Vermieter gegenüber nicht nach.
B. An einer hygienisch-haushaltstechnischen Schulung teil zu nehmen
1. Haushalt. Einerseits wird sehr viel Wert auf glänzende Oberflächen und das Abhaken eines kryptischen Putzplans gelegt. Anderseits musste die Geschäftsführerin einer professionellen Reinigungsfirma feststellen, dass die Wohnung nur oberflächlich gereinigt wird. An vielen Stellen sammeln sich Bakterien und Dreck. Des weiteren wird in den gemeinsamen Wohnräumen mit Einrichtungsgegenständen des Eigentümers rücksichtslos umgegangen, zum Beispiel werden schwere Möbel auf schöne Teppiche gestellt.
2. Gesundheit. Ihre Mandantin ist während einer Novovirus-Welle krank geworden. Jeder Fall der Krankheit ist meldepflichtig. Ihre Mandantin hat es aber vorgezogen, selber darüber zu entscheiden - und ihre Untermieterinnen nicht darüber zu informieren. Damit hat sie die Gesundheit ihrer Untermieterinnen gefährdet und ihnen jede Chance genommen, selber über das Risiko zu entscheiden. Diese Entscheidung hatte sie meiner Meinung nach keineswegs aus Boshaftigkeit getroffen, sondern vielmehr aus Unwissenheit.
C. Weitere WG-Meetings sind so lange nur in Begleitung einer qualifizierten Kommunikationstrainer/in meiner Wahl zu gestalten, bis Ihre Mandantin sich ausreichende Kommunikationsfähigkeiten angeeignet hat und emotional so im Gleichgewicht ist, dass sie die Meetings sachlich durchführen kann.
III. Ich würde mich verpflichten,
A. weiterhin den Wohnungsreinigungsdienst zu bezahlen, unabhängig davon, dass die Hauptmieterin und die weitere Untermieterin lediglich oberflächlich putzen.
B. das Begleiten weiterer WG-Meetings durch eine qualifizierte Kommunikationstrainer/in meiner Wahl zu bezahlen, bis Ihre Mandantin sich an sachliche und faire Umgangsformen gewöhnt hat.
Optimistische Prognose
Diese Liste dient nur als Beispiel und kann natürlich detaillierter ausgearbeitet werden.
Sofern aufseiten Ihrer Mandantin die grundsätzliche Bereitschaft für eine gütliche Einigung besteht, bin ich sicher, dass wir auf diesem Weg zu einem konstruktiven Ergebnis kommen können.
Mit freundlichen Grüßen,
Top-Martyr
P. S. Dass Ihre Mandantin eher eine Pension führt, als eine Wohngemeinschaft organisiert, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

